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Kostenloses Girokonto in Gefahr? – Infos im Überblick

Die Banken und Sparkassen müssen sich neue Geldquellen suchen, um Ihr Unternehmen und Ihre Angestellten zu finanzieren. Da Sie durch die Vergabe von Krediten und durch die Einlagen Ihrer Bankkunden keinen Profit mehr machen können. Die Alternative ist, das kostenlose Girokonto abzuschaffen, um eine monatliche Verdienstmöglichkeit zu sichern.

Girokonto – Der Anker zwischen Bank und Kunden

Wenn von einem kostenlosen Girokonto die Rede ist, bedeutet das nicht gleich, dass es gänzlich kostenfrei ist. Ein Girokonto ohne Kontoführungsgebühren kann andere Kostenfaktoren verbürgen. Ein komplett kostenloses Girokonto ist frei von jeglichen Kosten wie Gebühren für die Bargeldabhebung an Geldautomaten von Fremdbanken, Buchungsgebühren für Papierüberweisungen, Dispozinsen, Zinsen für die geduldete Überziehung des Dispokreditlimits und zusätzliche Gebühren für Extras wie Kreditkarten. Durch die heutige Entwicklung ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie eine der Gebühren jetzt schon zahlen. 

Die Sparkasse leitete im Frühjahr 2016 die Abschaffung des kostenlosen Girokontos mit einem großen Paukenschlag ein. Weitere Banken und Sparkassen sagten, wie beispielsweise der Postbank Chef Frank Strauß „Die Entwicklungen zeigen, dass man sich besser nicht hinstellt und etwas grundsätzlich ausschließt.“. Am 19. August 2016 verkündete die Postbank in den Medien die Abschaffung ihres kostenlosen Girokontos. Dabei handelt es sich um das Girokonto mit dem Namen „Giro Plus“, das ab dem 1. November 2016 mit einer monatlichen Kontoführungsgebühr von 3,99 Euro berechnet wird. Diese Gebühr ist unabhängig vom monatlichen Geldeingang auf dem Konto, was viele Kunden verärgern wird. Außerdem werden die Gebühren der Visa-Kreditkarte von 22 Euro auf 29 Euro ab dem 2. Jahr erhöht. Die Postbank bietet heutzutage selten Girokontos ohne Kreditkarte an, da es sonst kein vollständig nutzbares Konto ist. Somit kommen im 1. Jahr 69,88 Euro und im 2. Jahr 76,88 Euro Gebühren auf den Kunden der Postbank zu.

Vor fast 20 Jahren etablierte die Tochter der Deutschen Bank das kostenlose Girokonto. Das Marktkonzept der Postbank kam bei Kunden als auch Konkurrenten gut an. Weshalb es schnell Nachahmer gab, die dieses Konzept als vielversprechende Kundenakquise erkannten. Wenn ein Kunde ein Girokonto eröffnet, können ihm weitere Produkte, wie Versicherungen, Kreditkarten oder Sparpläne, angeboten werden. Als es zur Digitalisierung des Bankgeschäfts kam, entstanden unzählige Direktbanken, wie ING-DiBa, Consorsbank, DKB oder Comdircet. Die DKB äußert sich zum heutigen Standpunkt wie folgt: „Unser Girokonto und die dazugehörigen Karten bleiben auch künftig kostenlos.“ Direktbanken haben den Vorteil, dass Sie keine Filialen unterhalten müssen.

Wer trägt die Schuld für Kontoführungsgebühren?

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) lässt den Banken und Sparkassen nicht viel Spielraum um neue Ertragsquellen zu erschließen. Für das Geld, das sie bei der EZB parken, müssen sie Strafzinsen zahlen. Die Banken können ihre Kosten nicht mehr abdecken, da sie mit den Krediten nicht genug Geld verdienen können. Die wichtigsten Verdienstmöglichkeiten der Banken sind die Zins- und Provisionsgeschäfte. Der Fokus wird durch die Niedrigzinsphase auf die Provisionsgeschäfte gelenkt, da diese nicht eingeschränkt wurden. Zu den Provisionsgeschäften zählen Dienstleistungen rund um das Konto und der Kreditkarte. Aus diesem Grund entscheiden sich die Banken, das kostenfreie Girokonto abzuschaffen. „Wenn sich das Zinsniveau in den vergangenen sieben Jahren nicht kontinuierlich nach unten bewegt hätte, dann würden wir solche Bewegungen wie heute auch nicht sehen.“, sagt Klöß von der Postbank. Für die Bankkunden heißt das, niedrige Zinsen auf ihre Kapitalanlagen und zusätzliche Kosten für das Girokonto in Form von Kontoführungsgebühren.

Vorteile für Bankkunden

Eine Alternative zum Girokonto wäre ein Online-Konto, denn dieses ist weiterhin kostenfrei. Des Weiteren können Privatkunden bei zwei Punkten profitieren, beim Tagesgeld- und Strafzins. "Entscheidend ist, dass wir alles in unserer Macht stehende tun werden, um diesen verheerenden Effekt der Niedrigzinspolitik nicht beim privaten Sparer ankommen zu lassen.", sagte Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Außerdem wollen die Banken und Sparkassen versuchen, dass keine Gebühren für die Bargeldabhebung an Geldautomaten von Hausbanken eingeführt werden.

Fazit:
Das Thema ist sehr umstritten. Viele Kunden, die schon ein Bankkonto mit Kontoführungsgebühr führen, sind der Meinung, solange die Dienstleistungen stimmen, sind Sie mit einer passenden Gebühr weiterhin einverstanden. Aber Kunden, die bislang ein kostenloses Girokonto besaßen, müssen sich auf neue und gleichzeitig zusätzliche Gebühren einstellen. Im Web finden sich unzählige Portale, die Ihnen Angebote für Girokonten vieler Banken und Sparkassen aufzeigen, die Sie dann miteinander vergleichen können. Falls Ihre jetzige Bank oder Sparkasse kein Angebot anbietet, das Sie sich wünschen, dann wechseln Sie Ihr Kreditinstitut! Durch die Abschaffung des kostenlosen Girokontos können Banken ihre treuen Kunden verlieren. Aber gleichzeitig erhalten die Kreditinstitutionen eine monatliche Verdienstmöglichkeit durch die Kontoführungsgebühren und können damit Arbeitsplätze sichern.

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