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Zinsentwicklung für Baufinanzierungen 2014

Zinsentwicklung Baufinanzierung


Heute ist ein wichtiger Tag, denn Griechenland kehrt mit eigenen Staatsanleihen wieder zurück an die Kapitalmärkte und das mit überwältigendem Erfolg. Obwohl Griechenland lediglich 2,5 Milliarden Euro einsammeln wollte, waren Investoren bereit, über 20 Milliarden zu geben. Diese Überzeichnung ist ein sehr gutes Omen und hat weitreichende Folgen für die EU und somit auch für Deutschland. Welche Auswirkungen hat dies jedoch unter anderem auf die Zinsentwicklung von Krediten und insbesondere für Baufinanzierungen? Sollte man als Hauskäufer schnell zuschlagen oder abwarten? Und wie sehen Prognosen bezüglich der Zinsentwicklung für Baufinanzierungen für das Jahr 2014 und 2015 aus?

Entwicklung des Leitzins und dessen Einfluss auf Baufinanzierungszinsen


Griechenland ist das Synonym für die Finanzkrise in der Europäischen Union. In diesem Zusammenhang fallen in den Medien auch häufig die Worte Leitzins oder EZB (Europäische Zentralbank). Diese haben nämlich einen großen Einfluss auf die Wirtschaft der EU und somit auch auf Deutschland. Der Leitzins ist die Stellschraube zur Inflationsregulierung, sprich der Teuerungsrate. Geht es der Wirtschaft eines Landes gut, so erhöht die EZB den Leitzins, um so dem Wirtschaftskreislauf das Geld zu entziehen. Die Folge ist, dass der Wert des Geldes steigt und die Inflation zurückgeht. Anders formuliert, kann die EZB den Kreditzins, zu dem Banken sich von ihr Geld leihen, verteuern oder senken. Diese geben diesen Zins an die Verbraucher entsprechend weiter. Blickt man dahingehend auf die Entwicklung des Leitzins der EZB seit der Finanzkrise 2008, so ist dieser enorm gesunken. Dies ist auf der nachfolgenden Grafik gut zu sehen.

Entwicklung des Zinssatzes der Europäischen Zentralbank für das Hauptrefinanzierungsgeschäft von 2008 – 2014 (Apr.)
Entwicklung des Zinssatzes der Europäischen Zentralbank für das Hauptrefinanzierungsgeschäft von 2008 – 2014 (Apr.)(Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/201216/umfrage/ezb-zinssatz-fuer-das-hauptrefinanzierungsgeschaeft-seit-1999/ - Stand 10.04.2014)

Obwohl der Leitzins so extrem niedrig ist, besteht aktuell eine Inflationsrate von gerade einmal 0,8 Prozent. Die EZB strebt eine jährliche Teuerungsrate von ca. 2 Prozent an, da man dadurch keine Gefahr laufen kann in eine Deflation zu geraten, welche katastrophale Auswirkungen für die europäische Wirtschaft hat. Dadurch hat die EZB aktuell keine Möglichkeit mehr über den Leitzins Einfluss auf die Inflation zu nehmen. Denn dafür müsste man diesen Zinssatz senken, was bei 0,25 Prozent recht schwer ist. Glücklicherweise geht man davon aus, dass in den kommenden Monaten die Inflation weiter ansteigen wird. Es bleibt abzuwarten was passiert. Zu erwähnen ist, dass ein solch niedriger Leitzins sehr negativ für alle Sparer ist, da die Banken auf diese nicht angewiesen sind, um sich günstiges Geld zu besorgen. Daher gibt es auch nur geringe Zinsen auf Spareinlagen oder Tagesgeld. Lediglich sinken die Zinssätze für gewöhnlich bei kurzfristigen Krediten wie bei Dispokredite und ähnlichem. Versucht man jedoch einen Zusammenhang zwischen dem Leitzins der EZB und den Zinsen für Baufinanzierungen herzustellen, so ist dieser nicht direkt vorhanden. Denn der Leitzins ist wie eben erwähnt kurzfristig ausgelegt und Baufinanzierungen langfristig (10 und mehr Jahre). Dafür lohnt sich hingegen ein Blick auf Bundesanleihen oder Pfandbriefen.

Bundesanleihen beeinflussen Zinsentwicklung von Baufinanzierungen

Was hat Griechenland, Portugal, Irland oder Spanien mit den Zinssätzen für deutsche Baufinanzierungen zu tun? Um das zu erklären muss man sich zunächst verdeutlichen, dass Deutschland Mitglied des Europäischen Stabilitätsmechanismus, kurz ESM ist.  Dieser beinhaltet Bürgschaften und Kreditvergaben an Krisenländer wie zum Beispiel an Griechenland. Bis dato hat Deutschland 22,4 Milliarden an direkten Krediten gezahlt nach Athen gezahlt. Darüber hinaus bürgt man mit bis zu 168,3 Milliarden Euro für Zahlungsausfälle. Glücklicherweise erholt sich die Wirtschaft in den Krisenländern und man kann wie Griechenland heute sich selber mit Krediten versorgen. Das bedeutet zugleich, dass das Vertrauen in solche Länder wieder zurück ist. Das entlastet selbstverständlich auch Deutschland, welches dadurch seine eigene Zahlungsfähigkeit verbessert und somit interessanter für Investoren wird. Diese kaufen nämlich Staatsanleihen bzw. Bundesanleihen (für Deutschland). Diese wiederum sind langfristig auf 10 oder 30 Jahre ausgelegt und man erhält einen fixen Nominalzins, der aktuell bei 1,5740 Prozent liegt. Diese Anlage zählt als sehr sicher, da ein Zahlungsausfall Deutschlands als sehr gering eingeschätzt wird. Bedenkt man nun, dass die Stabilisierung der europäischen Wirtschaft hinzukommt, so werden die Zinssätze für Baufinanzierungen auch weiterhin niedrig bleiben. Blickt man in diesem Zusammenhanf auf die Zinsentwicklung deutscher Staatsanleihen so wird dieser Eindruck bestätigt.

Zinsentwicklung 10-jähriger Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland



Zinsentwicklung 10-jähriger Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland(Quelle: http://www.boerse.de/geldanlage/Zinstief-ade/7406628)

Wie man auf der Grafik sehr gut erkennen kann, verläuft die Zinsentwicklung 10-jähriger Bundesanleihen seit ca. 14 Monaten seitwärts auf einem gleichbleibenden Niveau. Diese schwanken seither zwischen 1,15 und 1,7 Prozent, was gleichbedeutend mit sehr niedrigen Baufinanzierungszinsen ist. Für die kommenden Monate ist davon auszugehen, dass dieses Zinsniveau sich weiter fortsetzen wird. Viel niedriger geht es nicht. Zudem nimmt auch die deutsche Wirtschaft weiter an Fahrt auf und dämpft einen Anstieg der Zinsen.

Der Wettbewerb um Baufinanzierungskunden nimmt weiter zu

Ein weiterer Faktor für die günstige Zinsentwicklung für Baufinanzierung ist die Tatsache, dass der Wettbewerb um diesen weiterhin lukrativen Markt zunimmt. Das führt automatisch zu mehr Angebot und einer Senkung der Kreditzinsen für Kreditnehmer. Diese werden auch häufig mit günstigen Forwarddarlehen, Erlass von Umschuldungskosten und ähnlichem gekoppelt. Wir von der Finanzdienstleistung Poller empfehlen daher verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen. Dabei sind nicht immer nur die Zinssätze als Vergleichsfaktor ausschlaggebend. Es gibt neben der Laufzeit, Sondertilgungen, Restschuldversicherungen und vielem mehr einiges zu beachten.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Jahr 2014 ein hervorragendes Jahr für den Abschluss von Baufinanzierungen zum Erwerb von Immobilien ist. Die Zinsentwicklung ist aktuell und auch in den kommenden Monaten nach unseren Prognosen und Einschätzungen stabil. Für weitere Fragen dazu oder zu anderen Krediten stehen wir uns unsere Finanzberater Ihnen gern jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

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